Schutzkonzept zur Wiederaufnahme von Gottesdiensten
in der Ev. Christuskirchengemeinde Darmstadt-Eberstadt

Christuskirche, Dekanat Darmstadt-Stadt
Heidelberger Landstraße 155
64297 Darmstadt

Nach mehrwöchigem Verzicht auf Gottesdienste haben die Landesregierungen Hessen und Rheinland-Pfalz deren Wiederaufnahme ab dem 1. Mai 2020 gestattet. Die EKHN hat sich ihrerseits verpflichtet, die erforderlichen Auflagen verbindlich einzuhalten. Grundlage dazu sind die „Eckpunkte“ einer verantwortlichen Gestaltung von Gottesdiensten in den Gliedkirchen der Ev. Kirche in Deutschland“. Zur Umsetzung und Einhaltung dieser Regeln auf Gemeindeebene beschließt der Kirchenvorstand der Ev. Christuskirchengemeinde in Darmstadt-Eberstadt das folgende Schutzkonzept für seine Kirche.

1. Prämisse

Der Kirchenvorstand ist sich in der Zeit der Gefährdung seiner besonderen Verantwortung für den Schutz des Lebens und der „Nächsten“ bewusst. Ziel aller im Folgenden beschriebenen Schutzmaßnahmen ist es, Infektionsrisiken zu minimieren, damit Gottesdienste nicht zu Infektionsherden werden.

2. Informationsweitergabe

Die Wiederaufnahme von Gottesdiensten wird über die Schaukästen und die Homepage der Kirchengemeinde angekündigt. Mitgeteilt wird, dass in der Christuskirche maximal 72 Platzmarkierungen vorgesehen sind, auf denen bis zu 90 Personen sitzen können.

3. Maßnahmen

Vor dem Haupteingang der Kirche wird mit einem blauen Klebeband der Abstand von 1,5 Meter markiert, damit der Abstand eingehalten wird, falls eine Schlange entsteht. Am Eingang steht Desinfektionsmittel zum Desinfizieren der Hände bereit.

Alle Gottesdienstbesucher*innen werden mündlich und per Flyer darauf hingewiesen, dass Sie beim Betreten und Verlassen der Kirche eine Mund-Nase-Bedeckung tragen müssen. Wer keine Mund-Nase-Bedeckung mitgebracht hat, bekommt eine von der Kirchengemeinde. Während des Gottesdienstes muss am Platz keine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden.

Die Besucher werden darauf hingewiesen, beim Hineingehen und Hinausgehen und in der Kirche Abstand zu halten. Der Sitz- und Stehabstand zwischen Personen in jede Richtung beträgt mind. 1,5 Meter. Angehörige von zwei Hausständen und Gruppen bis 10 Personen dürfen auf eigenen Wunsch ohne Mindestabstand zusammensitzen. 10-er Gruppen dürfen sich nicht spontan zusammensetzen oder durch Veranstalter zusammengesetzt werden. Der Abstand zwischen den Personengruppen muss weiterhin mindestens 1,5 Meter betragen; ggf. müssen Sitzplatzmarkierungen freigelassen werden.

Ein/e Kirchenvorsteher/in begrüßt und unterstützt die Gottesdienstbesucher beim Einnehmen der Plätze. Der Zugang wird über den Mittelgang durchgeführt. Die vorderen Plätze werden zuerst besetzt.

Wenn alle Plätze an den Hinweisschildern besetzt sind und weitere Besucher außen warten, dann werden sie auf den nächsten Gottesdienst hingewiesen.

Die Kirche wird nach dem Gottesdienst über die Seitengänge verlassen in zwei Richtungen:
a) Richtung Hauptausgang und b) Richtung Nebenausgang.

Das Gemeindesingen unterbleibt. Genauso Chorgesang und Bläserchor.

Personen mit Symptomen einer Covid-19-Erkrankung wie beispielsweise Husten, Fieber oder Halsschmerzen dürfen nicht an dem Gottesdienst teilnehmen und werden gebeten auf mediale Gottesdienste auszuweichen.

Die Empore darf nur von dem/der Organisten/Organistin und dem/der Solomusiker/in genutzt werden. Lektorendienste werden ausschließlich durch den/die Pfarrer/in übernommen. Darüber hinaus sollen alle sonstigen Ansagen im Altarraum ebenfalls durch den/die diensthabende/n Pfarrer/in erfolgen.

Am Ende des Gottesdienstes gibt der/die diensthabende Pfarrer/in Hinweise zum Verlassen der Kirche entsprechend dem Wegeplan. Die Kollekte am Ausgang wird kontaktlos eingesammelt und mit Einmal-Handschuhen gezählt.

4. Hygiene

Die allgemeinen Hygieneregeln sind auch im Gottesdienst einzuhalten. Die Kirchenvorsteher/innen achten auf die Einhaltung. Nach dem Gottesdienst müssen Türgriffe, Platzmarkierungen und Handläufe vom Küster/von der Küsterin desinfiziert werden. Der Kirchraum wird vorher und nachher ausreichend gelüftet.

5. Gottesdienst

Zum Zwecke der Nachvollziehung von eventuellen Infektionsketten müssen die Gottesdienstbesucher ihren Namen, Adresse und Telefonnummer beim Betreten der Kirche hinterlassen. Nach einem Monat werden diese Angaben vernichtet. In Hessen finden die Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung zur Informationspflicht und zum Recht auf Auskunft zu personenbezogenen Daten keine Anwendung; die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden über diese Beschränkungen informiert.

Im Gottesdienst wird auf Gemeindegesang verzichtet. Der Gottesdienst soll in verkürzter Form bis maximal 60 Minuten gehalten werden. Von allen liturgischen Handlungen, die Berührung voraussetzen, wird im Gottesdienst Abstand genommen.

6. Heizung

Die Kirchenheizung im Umluftbetrieb wird vor und nach einem Gottesdienst zur Raumaufheizung genutzt. Sobald sich im Kirchenraum Menschen aufhalten, wird die Lüftungsanlage abgeschaltet. Um erhöhten Luftbewegungen im Kirchenraum durch Konvektion und Fallwinde an den kühlen Umschließungsflächen entgegenzuwirken, wird die Grundtemperatur unserer Heizungsanlage auf 10°C erhöht.

7. Taufe

Es werden Taufen zu gesonderten Taufterminen am Samstagnachmittag oder Sonntagnachmittag mit jeweils nur einer Tauffamilie gefeiert.

Die Hygienevorschriften (Abstandsregelung und Mund-Nasen-Bedeckung) müssen beachtet werden. Bei der Taufhandlung desinfiziert die Pfarrperson ihre Hände unmittelbar vor der Taufhandlung und alle am Taufritus beteiligten Personen tragen eine Mund-Nase-Bedeckung. Der Segen für den Täufling wird mit Handauflegen vollzogen. Der Segen für Eltern und Paten wird aus einer Distanz von mindestens 4 Metern gesprochen.

Die Taufkerze steht während des ganzen Gottesdienstes angezündet auf dem Altar oder auf dem Taufstein. Die Taufurkunde und die Patenscheine werden zum Mitnehmen für die Familie auf dem Altar oder dem Taufstein bereitgelegt.

8. Abendmahl

Das Abendmahl wird als Wandelabendmahl gefeiert. Die Teilnehmer gehen mit Mund-Nasen-bedeckung seitenweise über den Mittelgang nach vorne und über den Seitengang zurück.

Das Wandelabendmahl wird nur mit einem Element (Brot/Oblate) gefeiert. Das Gemeindemitglied nimmt sich das Brot selbst vom Tisch/Station. Das Brot liegt mit ausreichend Abstand bereit. Das Gemeindemitglied nimmt sich das Brot selbst vom Tisch. Das Brot wird erst an der Sitzplatzposition gegessen.

Alternativ kann das Abendmahl auch so gefiert werden, dass das Brot in kleinen Tütchen und der Wein bzw. der Traubensaft in geschlossenen Kunststoffgefäßen am Platz oder am Eingang bereitgehalten wird.

Darmstadt, den 23. September 2020

Der Kirchenvorstand